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Umfassende Tätigkeit des Schutzverbandes als Hüter eines fairen Wettbewerbs

09.06.2026

Der Schutzverband macht es sich seit 1954 und damit über 70 Jahren zur Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft für einen fairen Wettbewerb und Chancengleichheit aller Unternehmer zu sorgen. Unsere Tätigkeit ist stark nachgefragt, wie die Jahresstatistik zum Vorjahr 2025 mit erstmals über 3.000 Interventionen zeigt. Dabei wird von als nicht auf Gewinn gerichtete Institution als erster Schritt bei eingetragenen Unternehmen zur Gänze kostenfrei nach dem Motto „Beraten statt Strafen“ eingeschritten und erst in letzter Konsequenz die Gerichte befasst, falls es zu keiner außergerichtlichen Lösung kommt. In den allermeisten Fällen ist kein Verfahren notwendig, was eine große Entlastung des Rechtsstaates Österreich in diesem Bereich darstellt, ohne dass es zu einer Rechtsschutzlücke kommt.

Die umfassende Bekämpfung unseriöser Geschäftspraktiken im Bereich der Werbekriminalität ist ein ganz wichtiger Teil unseres Aufgabenbereichs. Zu diesen irreführenden Aussendungen oder Anrufen von diversen „Schwindelfirmen“ (regelmäßig aus dem Ausland) haben wir eine strenge Rechtsprechung auch im Sinne des § 28a UWG erreicht und gilt unsere Tätigkeit als „example of good practice“ innerhalb der Europäischen Union. Damit sichern wir den guten Ruf des Wirtschaftsstandortes Österreichs und haben im letzten Jahr wiederum weit über tausend Betroffenen helfen sowie damit der Wirtschaft Beträge in Millionenhöhe effektiv ersparen können.

Einer der größten Fälle in unserer Geschichte führte neben einer gerichtlichen Verurteilung nach dem UWG auch zu einem Strafverfahren betreffend einer täuschenden „gelben“ Aussendung, welche an zahllose österreichische Unternehmen und freiberuflich Tätige in Form eines Formulars mit dem Titel „Brancheneintrag SEO 2024/2025“ erfolgte. Bei einer irrtümlichen Unterschrift erhielten die tausenden Betroffenen für sie völlig überraschend eine Rechnung über den Gesamtbetrag von € 2.851,20, während sie nur von einer kostenlosen Datenaktualisierung in den Gelben Seiten ausgegangen waren. Das umgehende Einschreiten des Schutzverbandes samt einstweiliger Verfügung hat wesentlich dazu beigetragen, dass nicht noch ein größerer Schaden für die österreichischen Unternehmen entstanden ist. So wurden laut der Staatsanwaltschaft durch die Tathandlung in kürzester Zeit mehr als EUR 300.000 eingenommen, obwohl die rund 1.000 direkt von uns betreuten Gewerbetreibenden wie auch freiberuflich tätigen Ärzte, Apotheker oder Architekten gar nicht eingezahlt hatten.

Hier verhängte das Strafgericht in erster Instanz gegen den Haupttäter eine unbedingte Haftstrafe wegen gewerbsmäßigen Betrugs nach §§ 146 ff StGB. Mit diesen umfangreichen Aktivitäten erweist sich der Schutzverband als wichtiges Kompetenzzentrum im Wettbewerbsrecht für die Wirtschaft sowie die Allgemeinheit und ist durch seine unabhängige Expertise und objektive Vorgangsweise als Institution fachlich anerkannt. Weitere Informationen sind unter www.schutzverband zu finden, wo unserer Warnfolder vor diesen laufend auftretenden "Schwindelfirmen" abrufbar ist.

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