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Warnung vor irreführenden Aussendungen für eine Neue Robinsonliste und andere dubiose Verzeichnisse

10.01.2011

Zahlreiche Empfänger haben eine Faxsendung einer Neuen Robinsonliste erhalten, welche ausführt, verstärkt gegen Werbetreibende aufgrund der Zunahme unerwünschter Werbung vorzugehen. Dabei wird nur eine deutsche Anschrift in Frankfurt am Main sowie eine österreichische Faxnummer angeführt.

In dem Schreiben wird behauptet, dass die Daten kostenfrei in die Neue Robinsonliste eingetragen werden. Erst später findet sich im Text der Hinweis, dass damit bei Unterschrift auch ein Service zur Löschung bei Werbetreibenden für 350 Euro netto verbunden ist.

Diese angebliche Robinsonliste hat aber nichts mit der in Österreich beim Fachverband Werbung geführten kostenlosen Robinsonliste im Sinne des TKG zu tun. Ebenso wenig steht diese Aussendung mit der DDV (deutsche Robinsonliste) im Zusammenhang. In Deutschland wurde der Fall an die Wettbewerbszentrale und an den Schutzverband für Wirtschaftskriminalität weitergegeben und der Schutzverband hat ebenfalls interveniert.

In diesem Zusammenhang warnen wir auch vor ähnlichen irreführenden Aussendungen wie einem Angebot für ein Gelbes Branchenbuch mit Bundesländerbezeichnung einlangend via Fax (Firma TM Marketing mit Sitz in London) und einem weiteren farblich unterlegten Gelben Branchenbuch mit Herkunft von den Seychellen, welches via E-Mail verschickt wird. Dazu erhalten Unternehmer aktuell Zahlungsaufforderungen für wertlose Einschaltungen wie der ZFD (Zentrale Firmendatenbank für die Republik Österreich) von einer Firma mit Sitz in Belize (Mexiko) oder von einer Allgemeinen Gewerbeverwaltung mit einer Briefkastenadresse in der Simmeringer Hauptstraße 24 in Wien. Schließlich sind zuletzt Rechnungen ohne Bestellung von einem Pläne Verlag mit angeblichem Sitz in Maastricht (Niederlanden) verschickt worden.

Bei allen diesen täuschenden "Angeboten" ist die Leistung in der Regel komplett wertlos und die dahinter stehenden Personen zivilrechtlich oft nicht greifbar. Wir bringen daher neben den schon erfolgten Unterlassungsaufforderungen laufend Strafanzeigen ein, um über eine Kontoöffnung reale Personen zu fassen, nachdem die Briefkastenadressen oder angegebenen Faxnummern teilweise unter Angabe falscher Daten praktisch immer von Personen aus dem deutschsprachigen Ausland angemietet werden.



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