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Fake President Angebote via Mail im Umlauf

11.06.2019

Solche sogenannten „Fake President Angebote“ (also jemand gibt sich als Vorgesetzter aus und fordert Mitarbeiter eines Unternehmens zur Zahlung auf ein ausländisches Konto auf) treten nun auch in Österreich immer mehr auf, wobei wir das von anderen Institutionen aus dem Ausland bereits als eine Form des Unternehmensbetrugs kennen.

Dabei ruft entweder jemand Mitarbeiter eines Unternehmens an oder schickt ein Mail, wobei er sich jeweils als Vorgesetzter bzw. Chef (deshalb die Bezeichnung "President") des Unternehmens ausgibt. Durch eine geschickte Fälschung scheint dabei auch oft die Mailadresse oder die Rufnummer echt zu sein, obwohl in Wahrheit aus dem Ausland agiert wird und der Absender bzw. Anrufer ein reiner Betrüger ist.

Konkret lautet die erste Anfrage unter dem Betreff "Zahlung" beispielsweise so: "Wir ist unser aktueller Kontostand ab sofort? Können wir heute X tausend zahlen? Viele Grüße, Namen des Vorgesetzten". Wenn man dann den Zweck erfragt oder dies bejaht, kommt folgende weitere Anweisung: "Überweisen Sie X.000 an die unten stehenden Bankinformationen. Die Bezahlung erfolgt für PR, Information und Forschung. Bank …. Senden Sie mir eine Zahlungsbestätigung, wenn die Übertragung abgeschlossen ist. Viele Grüße, Namen des Vorgesetzten".

Auch hier ist vor allem das angegebene ausländische Konto zu beachten (z.B. in einem gemeldeten Fall in Großbritannien), weil gerade bei Konten im Ausland nur nach mehrfacher Überprüfung bzw. interner telefonischer Nachfrage überhaupt an eine rasche Überweisung gedacht werden sollte. Auch über gefälschte Rechnungen bestehender Vertragspartner bzw. Kunden haben wir berichtet, wo man auch immer zuerst nachfragen sollte, falls die Rechnung oder der angebliche Auftrag nicht eindeutig zugeordnet werden kann und der Betrag in das Ausland gehen soll.

Sie können das als Empfänger der Nachricht entweder direkt bei der nächsten Polizeiinspektion zur Anzeige bringen oder der entsprechenden Meldestelle bei der Polizei übermitteln, welche dazu vielleicht mehr sagen oder über das Originalmail vielleicht die Absender ausforschen kann:

Meldestelle Cybercrime
Die Bekämpfung von Internetkriminalität ist ein Schwerpunkt der kriminalpolizeilichen Arbeit.
Wenn Sie einen Verdacht auf Internetbetrug haben, wenden Sie sich bitte an folgende Adresse:
Bundesministerium für Inneres, Bundeskriminalamt, Meldestelle Cybercrime
Josef-Holaubek-Platz 1, 1090 Wien
E-Mail: against-cybercrime@bmi.gv.at

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