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Fake-Abmahnungen im Namen echter Kanzleien

12.02.2020

Derzeit ist Vorsicht vor gefälschten Abmahnschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen geboten. Kriminelle nützen die Namen echter Kanzleien und versenden massenhaft E-Mails, in denen sie hohe Geldbeträge fordern. Die E-Mails lauten wie folgt:

Von: WBS Kanzlei
Gesendet: Freitag, 7. Februar 2020 06:32
An: kwra@aon.at
Betreff: Strafverfahren - 667918241248388

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Vollmacht und namens meiner Mandantin fordern wir Sie hiermit gemäß § 70, 2 43 Nr. 12, 71 21, 31b UrhG , § 22, 33 66 Nr. 1 StPo auf

da Sie geschütztes geistiges Eigentum unseres Auftraggebers ohne deren dringend erforderliche direkte Einwilligung, im Internet frei online verfügbar zu machen oder auf sonstige Art -und Weise zu verbreiten sowie,
sich zur Absicherung dieses Unterlassunganspruches, zu verpflichten, um bei zukünftigen Zuwiderhandlungen,

eine rechtskräftige Vetragsstrafe in Höhe von:

6392,56 € an unsere Mandantschaft zu zahlen.

Im Interesse einer einvernehmlichen Stillegung der Rechtsangelegenheit, bietet unsere Mandantschaft Ihnen mit sofortiger Wirkung an den vorliegenden Fall im Wege eines Vergleiches
beizulegen.

Indem Sie an unseren Mandanten aufgrund der begangenen Verletzung von Urheberrrechten zustehenden Ansprüche durch begleichung der angehängten Kostennote leisten.

Die detaillierte Auflistung des Vergleichsentnehmen Sie bitte dem für Sie angelegten Archiv.

Begutachten Sie die Dokumente bei auftretenden Problemen bitte direkt an Ihrem Computer.

Archiv jetzt ansehen

Archiv :
https://mcampstore.com/bitquestion/1/load/1899733589

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
C. Solmecke | Rechtsanwalt

WILDE BEUGER SOLMECKE
Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Kaiser-Wilhelm-Ring 27-29
50672 Köln
Tel.: 0221 / 9688 8131 86
Fax: 0221 / 400 675 52
E-Mail: info@wbs-law.de
USt-IdNr.: DE122746111
AG Essen PR 4261

Die Daten werden von den kriminellen Absendern missbraucht, um den Eindruck echter Abmahnschreiben zu erwecken. Die E-Mails verfolgen offenbar lediglich einen einzigen Zweck: Sie sollen das System der Empfänger mit Schadsoftware infizieren. In den E-Mails selbst wird weder erwähnt, was genau man sich zu Schulden kommen lassen hat oder wen die Kanzlei vertritt. Für weitere Details dazu muss man einem Link in der Nachricht folgen. Wenn man den Link anklickt, soll man unmittelbar einen Datei-Download bestätigen.

Derartigen Vorgängen wie hier beschrieben sollte man niemals zustimmen, wenn man sich nicht zu 100 Prozent bezüglich der Seriosität des Absenders sicher sein kann. In diesem Fall würde man Schadsoftware – genauer einen Trojaner – herunterladen. Ein Ausführen der Datei kann das System des Empfängers im schlimmsten Fall unbrauchbar machen oder erlaubt den Kriminellen Zugriff auf sensible Daten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: https://www.watchlist-internet.at

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